Die Makula ist die Stelle des schärfsten Sehens in der Netzhautmitte – alles, was Sie direkt anschauen, wird hier abgebildet. Erste Veränderungen der Makula bleiben deshalb selten lange unbemerkt. Das Tückische: Die Symptome entwickeln sich schleichend und werden zunächst oft als „normale“ Alterserscheinung abgetan. Wer die Anzeichen frühzeitig einordnen kann, gewinnt wertvolle Zeit.
Beim direkten Fixieren eines Objekts wird das Bild zunehmend unscharf.
Türrahmen oder Fliesenfugen erscheinen wellig oder gebogen.
Ein grauer, dunkler oder heller Fleck in der Mitte des Sehfelds.
Beim Lesen wird mehr Licht benötigt, Kontraste wirken schwächer.
Bekannte Personen werden aus der Distanz schwerer erkannt.
Farben wirken blasser oder verändert als gewohnt.
| Trockene AMD | Feuchte AMD | |
|---|---|---|
| Beginn | Lichtempfindlichkeit, gelegentliche „Lichtblitze“ | Verzerrtes Sehen gerader Linien, dunkler Fleck im Zentrum |
| Verlauf | Langsam und schleichend, über Jahre | Oft deutlich schneller – manchmal innerhalb weniger Tage |
| Typisches Zeichen | Zunehmend unscharfes Sehen, mehr Licht beim Lesen nötig | Plötzliche, spürbare Verschlechterung der Sehschärfe |
Mehr zur trockenen Makuladegeneration · Mehr zur feuchten Makuladegeneration
Mit dem Amsler-Gitter-Test lässt sich verzerrtes Sehen (Metamorphopsie) – ein zentrales Warnsignal – einfach selbst überprüfen. Erscheinen die Linien des Gitters wellig, unterbrochen oder verschwommen, sollte zeitnah eine augenärztliche bzw. augenoptische Abklärung erfolgen.
Amsler-Gitter-Test durchführenGrundsätzlich gilt: Je früher eine Makuladegeneration erkannt wird, desto mehr Handlungsmöglichkeiten bestehen. Ab dem 50. Lebensjahr empfiehlt sich eine jährliche Vorsorgeuntersuchung – auch ganz ohne Beschwerden. Bei plötzlich auftretenden Symptomen sollte zeitnah ein Termin vereinbart werden.
Sehhilfen für den Alltag entdeckenNein, die Erkrankung selbst verursacht keine Schmerzen. Die Beeinträchtigung zeigt sich ausschließlich in der Sehqualität.
Ja, häufig beginnt die Erkrankung einseitig. Das gesunde Auge gleicht die Einschränkung zunächst oft aus, weshalb die Symptome spät bemerkt werden. Eine regelmäßige Kontrolle beider Augen einzeln ist deshalb wichtig.
Nein, das periphere Sehen bleibt in der Regel erhalten. Das zentrale Sehvermögen kann jedoch so stark eingeschränkt sein, dass eine funktionelle Blindheit vorliegt.
Sie bemerken erste Anzeichen oder möchten vorsorglich Ihre Netzhaut untersuchen lassen? Vereinbaren Sie einen unverbindlichen Beratungstermin.
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